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Kein Handwerk ohne Lehrzeit.
Jean de La Bruyère
Eine alte Weisheit besagt, dass Eindrücke aus frühen Kinderjahren
den Menschen für sein ganzes Leben prägen. In der Kleinwerkstätte - auf dem elterlichen Bauernhof in St. Leonhard in Passeier, wo ich am 18.1.63 geboren bin - habe ich mich immer am liebsten aufgehalten. Hier arbeitete mein Vater als Tischler und es gab für mich nichts Spannenderes, als ihm dabei behilflich zu sein und beim Werken aufmerksam zu beobachten.
Mit den Jahren wuchs die Freude am Holz und an natürlichen Materialien. Ich spürte, dass Holz ein lebendiger Werkstoff ist, der arbeitet, windschief und drehwüchsig sein kann und erst nach langer Trockenheit verarbeitet werden kann. Mit der Zeit bekam ich einen Blick für die Schönheit der Holzmaserung und die phantastischen Muster von Wurzelstücken. Mich faszinierte die Originalität dieser Werkstoffe, ich wollte alle Techniken kennenlernen die es mir ermöglichten, meine kreativen Ideen umzusetzten.
Im Jahre 1979 habe ich daher mit einer dreijährigen Ausbildung (Lehre) zum Tischler begonnen, danach 5 Jahre als Tischlergeselle gearbeitet, anschließend Schnitzereiarbeiten für andere Betriebe ausgeführt und 1988 eine zweijährige Ausbildung mit der Meisterprüfung abgeschlossen.
Im Laufe der Zeit und irgendwie durch Zufall habe ich entdeckt, dass Wurzeln, Wurzelstöcke und Steine auch in künstlerischer Hinsicht zu bearbeiten sind und sich somit als Einrichtungsobjekte eignen, die Räumlichkeiten eine ganz besondere Note geben.
Hansjörg Oberprantacher
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